Saurer 4ZP

 

Motor:                                                   Typ CT2D L, 6 Zylinder Diesel

Hubraum:                                             8725 ccm

Leistung:                                              140 PS, Turbo von BBC

Geschwindigkeit:                                  50 km/h

Getriebe:                                              Typ 5C, Vorwählgetriebe

Leergewicht:                                        8`900 kg

Länge:                                                  11,19 m

 

 

1947 hat Saurer den ersten Grossraumbus aus der Serie 4 ZP an die VBZ ausgeliefert. Die Fahrgestelle stammten von Saurer und FBW, währendem Saurer, Tüscher und Hänni die Karosserien bauten. Dieser Wagentyp welcher von 1947bis 1956 produziert wurde, mit den Nummern 251 – 358, unterschieden sich untereinander stark. Gab es doch Busse mit Unterflur oder Seitenmotor, daneben auch solche mit oder ohne Turbolader.

 

 

 

 

 

Am 25.7. 1951 wurde unser heutige Grillbus in Verkehr gesetzt beim Verkehrsbetrieb Zürich (VBZ) mit der Nummer 284.

 

Aus dieser grossen Serie Autobusse wurden präzise 73 Saurer mit Seitenmotor und Getriebe gefertigt und 25 FBW mit Unterflur und Getrieben, das Getriebe teils in Lizenz.

 


Um mit der VBZ ins Geschäft zu kommen, wurden von FBW 6 Busse mit Seitenmotor gebaut. Dies vor allem aber auch deshalb, weil die VBZ von diesen Seitenmotoren so überzeugt war. Und so baute FBW 6 Stück mit aufrechtstehendem Unterflurmotor mit spezieller Ölwanne um 30 Grad geneigt. Finanziell brachte diese Notlösung gar nix.

 

Nachdem sich der neuartige Unterflurmotor, nur schon der Platzersparnis wegen, allgemein durchsetzen konnte, bequemten sich dann die Verantwortlichen der VBZ dann, 19 Wagen mit Unterflur zu bestellen, zumal FBW ja ein Betrieb des Kantons Zürich war

 

Die Aufbauten auf die Chassis, also Gerippe, Verplankung, Innenausrichtung wie Bänke, Lampen usw. geschah dann bei diesen Stadtbussen durch die Firmen Saurer, Gebrüder Tüscher Zürich und als grosse Ausnahme wurden die letzten beiden Stadtbusse Nr. 357 und 358 durch die Firma Hänni in Zürich auf Saurer Chassis aufgebaut.

 

Massgebend für die Identifizierung des Herstellers des Aufbaus war die Plakette vorne an der Front zwischen den Scheiben. Bei der Nummer 284, unserem Grillbus, war das Saurer.

 

Unser Bus mit der Nummer 284 war bis 1977 im Dienst der VBZ und wurde dann in der Garage Hardau remisiert. Die Nummern 282, 284, 285 und 286 waren vorgesehen zum Umbau als Ambulanzwagen, analog wie Nummer 281. Der Umbau wurde jedoch nicht vorgenommen.

 

1984 wurden dann alle 4 Wagen an die Firma Getränke Schmidinger in Urdorf verkauft. Zwei Fahrzeuge wurden dann noch für Fasnacht-Anlässe eingesetzt.

 

1985 wurde dann die Nummer 284 an die Brauerei Warteck in Basel verkauft, und nach deren Zusammenschluss mit der Brauerei Feldschlösschen, kam der Bus ins Schloss. Dort wurde sein Branding angepasst auf Feldschlösschen und wurde lange Zeit als Degustationsbus genutzt. Von dieser Zeit her kommt auch sein Spitzname als «Degusti-Bus».

 

2013 wurde dann sein Design nochmals aufgefrischt, während er innen komplett umgebaut wurde und nun unter dem neuen Spitznamen «Grillbus» im blauen Kleid im Einsatz ist. Ab 2016 werden dann seine Einsätze wieder weniger, weil die Grillstrategie nicht weiter in dem Stil weitergeführt wird.

 

Brauerei Warteck

Hier ein Bild, als er noch bei der Brauerei Warteck im Einsatz war.

Feldschlösschen

In diesem Design war er lange als Degustibus im Einsatz, bis zu seinem Umbau als Grillbus


es ist nicht mehr ganz alles original im Führerstand, die Standbremse rechts in der Türe ist nicht mehr eingebaut, dafür hat der digitale Tacho dort seinen Platz gefunden

 

 

Saurertreffen in Sursee 2015

Der Bus wurde mittels Folientechnick mit dem aktuellen Brand versehen

Nachdem der Bus von der Brauerei Warteck zu Feldschlösschen kam, wurde er mit dem Feldschlösschen Brand versehen und wurde zur Ikone in der Oldtimerflotte als Degustibus. Lange Zeit wurde so das Feldschlösschen Bier einem breitem Publikum vor Ort präsentiert.


So sah der Bus aus, als er noch im Dienst der Brauerei Warteck in Basel stand


Unser Bus hatte damals die Nummer 284 bei der VBZ, das ist ein ähnliches Modell in der Farbe des VBZ.

 

 

Die Bilder zeigen die damalige Innenausstattung der Busse mit Sitzgelegenheiten aus Holz

 

 

Auch ein Zeitzeuge der damaligen Zeit, war der Sitz des Konduktors, bei den hinteren Eingängen, welcher nur im Stadtgebiet so verwendet wurde. später wurde er zu Gunsten mehr Platz abgebaut.